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Handschriften

Mittelalterliche Handschriften

Die Zentralbibliothek Solothurn verfügt über einen wichtigen Bestand an überwiegend spätmittelalterlichen Handschriften. Die über 100 Codices stammen nicht nur aus Solothurner Klöstern und Stiften. Ein grosser Teil ist nach der Reformation aus aufgehobenen Klöstern der Schweiz und des oberrheinischen und süddeutschen Raumes nach Solothurn gelangt. Zu den bemerkenswertesten Codices zählen die reich illustrierte Historienbibel, die für den Solothurner Stadtschreibers Hans vom Staal (1419-1499) um 1460 in der Werkstatt des Diebold Lauber in Hagenau hergestellt wurde und das mittelhochdeutsche Dominikanerinnen-Legendar aus dem 2. Viertel des 14. Jahrhunderts. Beide Handschriften wurden digitalisiert und sind im Projekt E-Codices online verfügbar. Verzeichnet sind die Handschriften in dem gedruckten Katalog von Alfons Schönherr: «Die mittelalterlichen Handschriften der Zentralbibliothek Solothurn», Solothurn 1964.

(Früh)neuzeitliche Handschriften

Neben liturgischen Handschriften wie etwa dem prächtigen Schönenwerder Graduale von ca. 1560 finden sich vor allem Aufzeichnungen von Solothurner Persönlichkeiten wie beispielsweise Johannes Aal (gest. 1551), Hans Jakob vom Staal d.Ä. (1540-1615), Hans Jakob vom Staal d.J. (1598-1657), Wolfgang Greder (1592-1641), Johann Victor Lorenz Arregger (1699-1770) u.a.. Ausserdem besitzt die Zentralbibliothek eine Reihe solothurnischer Rechtstexte, Zunftbücher und andere historische Quellen.

Die Greifenfahrt Alexanders des Grossen. Illustration aus der Historienbibel des Hans vom Staal. Hagenau, Werkstatt Diebold Lauber, um 1460.















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